Mein erster Marathon! Was eine Party :-)

 

Wow! Ich bin jetzt Marathoni…

Fühlt sich irgendwie noch immer ziemlich gut an…

Aber von Anfang an…

 

Man war ich aufgeregt die letzten Tage vor dem großen Tag am Sonntag, 4.5.14. An Durchschlafen war seit Dienstag nicht mehr zu denken.

Am Mittwoch stand noch mal eine letzte intensivere Einheit an (3x 1500 m im Marathontempo) und damit war quasi die Vorbereitung abgeschlossen. Und damit hatte ich auch einen neuen Monatsrekord aufgestellt: 279 Laufkilometer im April. So viele km bin ich noch nie in einem Monat gelaufen. Jetzt hieß es nur noch Beine hochlegen und schön tapern🙂

Mittwochabend kam dann auch meine Unterstützung Sonja aus Ulm und Donnerstag trudelte Steve aus Regensburg ein und so hatte ich auf jeden Fall genügen Ablenkung, um nicht die ganze Zeit an den großen Tag zu denken. Das fiel aber gar nicht so leicht, weil in Hamburg schon die blaue Linie gezogen war. Diese sollte die Ideallinie für die Läufer zeigen und sobald ich die sah, war mein Puls schon wieder auf 120.

Freitag dann die Startnummer auf der Messe abholen. Bisschen durch die Messe schlendern und Abends schön Pasta beim Italiener. Samstag dann mit dem Besuch noch bisschen zum Hafen, Füße hochlegen und dann traf ich mich noch mit Kollegen vom Hamburger Laufladen auf der Messe. Dort habe ich auch noch mal kräftig geshoppt (Messepreise eben) und danach bin ich heim und habe alles zusammengepackt für den Sonntag. Da war mein Puls auch wieder weit über 100. Samstagabend dann bisschen Schlag den Raab und Snooker-WM anschauen und früh ins Bett.

 

Der Renntag

Erstaunlicherweise habe ich gut geschlafen, aber wach war ich schon weit vor dem Wecker.

6.00 Uhr.

Frühstücken: 2,5 Brötchen…1,5 mit Marmelade, 1 mit Honig (irgendeinen Tick muss ja jeder haben).

Klo gehen.

Anziehen und los.

Treffen mit Steve (der irgendwie gar nicht aufgeregt war, so schien es).

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Startbeutel abgeben, nochmal aufs Klo und dann Richtung Startblock.

Die große Frage war die ganze Zeit gewesen: Was ziehe ich an? Es hatte um die 8 Grad, es war total bewölkt und es sollte auch die Sonne nicht scheinen, aber es sollte auch trocken bleiben. Ich entschied mich für kurze Hose, ärmelloses Shirt und Armlinge. Im Startblock hatte ich noch ein altes Baumwoll-Langarmshirt übergezogen. Und plötzlich fing es an zu tröpfeln…Das darf jetzt nicht wahr sein, oder? Aber zum Glück hörte es gleich wieder auf. Die Startblöcke wurden aufgemacht. Noch 3 min bis zum Start. Langarmshirt ausziehen und einfach an den Rand feuern. Ich war noch erstaunlich ruhig, nahm aber auch fast nix mehr wahr.

Und da, da ging es los: der Start meines ersten Marathons. Wow! Was ein Gefühl!

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Die ersten zwei Kilometer erstmal orientieren, nicht zu schnell anfangen. So um und bei 4:35 min/km loslegen, vielleicht einen Ticken schneller Richtung 4:30. Es lief gut. Tempo passte: 8:59 min nach 2 km. Nicht schneller werden, aber so passt das. Ich bin einfach nur geschwebt. Habe die Atmosphäre genossen. Am Anfang lief ich noch mit einer Laufladen-Kollegin, aber diese ließ ich dann ziehen, um in die nächste Laufladen-Damen-Gruppe zu fallen. Da passte das Tempo auch gut. Die Reeperbahn hoch…Was ne Stimmung an der Strecke! Wahnsinn! Da, bei km 7 stand schon der erste, der mich anfeuerte. Da geht einem ganz schön ein Adrenalin-Schub durch. Locker bleiben, Jürgen, nicht zu schnell werden. Die Strecke steigt ein bisschen an, locker auf Vorfuß umstellen und ab da bin ich dann mein Tempo gelaufen. Schön alle 5 km Wasser getrunken, welches grenzwertig kalt war… und einfach genießen.

Jetzt ging es runter Richtung Landungsbrücken. Hier meine Arbeitskollegen: „Jürgen!!!!“ Wieder ein Adrenalin-Schub. Dann als nächstes Sonja und Kathrin:

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„Jürgen!!!!“ Wieder Adrenalin-Nachschub…Wenn das so weiter geht, sterbe ich an einer Überdosis. Bei km 10 dann die Frage: Jetzt schon ein Gel? Ich hatte zwei in meiner Hosentasche und zwei sollten mir gereicht werden. Ich entschied mich dagegen, um dann bei km 12,5 eines zu nehmen. Dann weiter Richtung Hauptbahnhof und Jungfernstieg. Dort habe ich leider Katha, Jessy und Co nicht gesehen, die mir dieses superschöne Plakat gemacht hatten:

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Aber weiter ging’s: Fühlt sich immer noch locker an. Und so langsam hatte ich mich bei einem Tempo von 4:28 bis 4:30 min/km eingependelt. Dann bei km 18 stand der Trainer im Hasenkostüm und reichte mir meine Flasche mit Gel. Kurz von ihm angeschrien worden: „Hier Leckerlis!“, einen Schluck aus der Flasche und das Gel hinten in die Hosentasche. Das brauchte ich noch nicht.

So langsam kamen mir auch die Gesichter, die um mich herum liefen, immer bekannter vor: zwei Triathleten, die immer wieder an meiner Seite auftauchten, und ein dynamischer Läufer mit sauberem Laufstil und groß TEAM auf seinem Laufshirt.

Dann Halbmarathon: 1:34:44 h. Voll im Plan auf 3:10 h. Sehr schön! Und es fühlt sich immer noch gut an. Aber so langsam stieg der Respekt: Bald kommt er…der Mann mit dem Hammer, vor dem mich alle gewarnt hatten.

Am Stadtpark vorbei. Da, Jens. Adrenalin. Da, Steffi an der Strecke. Wieder Adrenalin-Nachschub!

Kurz vor km 25 dann Matthias, der mir das nächste Gel reichte. Aufmachen, kurz warten bis zur nächsten Trinkstelle, Gel rein, Wasser hinterher. Ersten Schluck runter mit dem Gel, die nächsten Schlücke vorwärmen im Mund, weil es inzwischen echt zu kalt für den Magen war.

Da, neben wir wieder der TEAM-Läufer. Also kurz angequatscht: „Du läufst auch auf 3:10 oder?“ – „Ja.“ Und ab dem Zeitpunkt hatte ich einen treuen Begleiter. Die nächsten km vergingen dadurch wie im Flug, weil wir uns unterhielten und auch immer wieder Leute an der Strecke standen, die mir zuriefen; ein BSG-Läufer zum Beispiel: „Jürgen, nicht schnacken, laufen!“ Nächste Dosis Adrenalin.

Km 30, passte immernoch und mit André (der TEAM-Läufer) hatte ich eine optimale Begleitung gefunden. Langsam beschleunigten wir sogar unser Tempo auf 4:25 min/km und es fühlte sich gut an. Ich schwebte noch immer und genoss die Wahnsinnsstimmung an der Strecke. Echt verrückt!

Ein kurzer Ausschnitt aus meinem inneren Dialog:

„- Wenn du so weiterläufst, kommst du deutlich unter 3:10.

– Ich könnte noch weiterbeschleunigen, so wie sich meine Beine anfühlen.

– Warte nur ab, gleich kommt der Mann mit dem Hammer und dann kriechst du ins Ziel.

– Quatsch fühlt sich gut an.“

Also, trotz dem großen Respekt vor dem Mann mit dem Hammer, weiterbeschleunigen. Dann kurz vor km 38 dann die Mädels mit ihrem Plakat. Wow, war das stark! Und dann habe ich mir nur gedacht, wenn jetzt mit der Hammermann noch kommt, ist auch egal. Also Füße in die Hand und los. Vor allem wurde die Stimmung ja immer besser an der Strecke, je näher man dem Ziel kam und dadurch, dass ich immer noch auf Wolke 7 schwebte, sammelte ich ja immer mehr Läufer ein, die am Ende waren. Das beflügelte ja noch zusätzlich, plus der lebensgefährlichen Dosis an Adrenalin Blut. Bei km 39 dann nochmal der Trainer: „Nochmal drücken, Jürgen, aaaaaaaahhhhhh!“

Und so schwebte ich weiter Richtung Ziel, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, sammelte Läufer um Läufer ein und lief überglücklich über den roten Teppich und nach

3:08:04 Stunden

über die Ziellinie. Wow! Was ein Gefühl! Was ein Rennen! Und was ne Zeit für das Debüt! Und das krasse: Es fühlte sich die ganze Zeit gut an!

Dann erstmal kurz mit einem Laufladen-Kollegen geschnackt. Finisher-Bilder gemacht und ab ins Warme. Denn es war echt kalt so langsam. Also warme Brühe trinken und warme Sachen anziehen. So langsam wärmte ich auf und traf immer mehr Kollegen. Die zwei Laufladen-Kollegen die sub3 angestrebt hatten, hatten es geschafft, ein weiterer Kollege kam kurz hinter mir ins Ziel und verbesserte seine Bestzeit um eine Stunde und Steve schaffte sein Ziel sub3:30 auch. Also ein mehr als erfolgreicher Tag.

 

Was ist mein Fazit?

Als erstes: das wird nicht mein letzter gewesen sein!🙂

Ich habe viele Horrorgeschichten vorher gehört, aber es hat sich bei mir zu keinem Zeitpunkt schlecht angefühlt. Klar, habe ich auch mal kurz schwere Beine gehabt und gedacht, ohoh, wenn das jetzt schlimmer wird. Aber wurde es nicht. Der Mann mit dem Hammer hat mich verpasst und auch die Tage danach gingen gut. Ich bin erstaunlich gut die Treppen runter gekommen. Klar, tut es weh, wenn ich das erste Mal wieder vom Sofa aufstehe, aber sonst geht das alles schon recht rund.

Ich bin einfach superhappy, superzufrieden und noch immer voller Glückshormone. Was eine Riesenparty in Hamburg.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich diesen Marathon irgendwo in Untertüpfingen nicht so schnell gelaufen wäre, weil dieser ständige Adrenalin-Nachschub hier in Hamburg durch die vielen bekannten Gesichter an der Strecke schon sehr, sehr viel ausgemacht hat.

Aber was mich wirklich sprachlos gemacht hat, war die Überraschungsaktion mit dem Plakat von den Mädels, die Unterstützung von Sonja und Kathrin, die mich 5x versucht haben zu sehen und vor allem auch der Glückwunsch-Anruf vom Laufopa Peter. Das fand ich echt stark!

Also danke an alle! Ich bin baff! 10301190_887473797936858_3763188425979332168_n
Ergebnisse-Zeiten-Übersicht

Das waren meine Eindrücke von meinem ersten Marathon, jetzt erhole ich mich erstmal weiterhin und dann geht irgendwann die Vorbereitung für die Triathlons im Sommer los (zweimal Sprintdistanz steht an).

 

Bis dahin!

Keep on Running!

Euer Jürgen

Wie schaut es aus mit dem ersten Marathon?

Jetzt sind es nur noch knapp zwei Wochen und die Anspannung steigt. Aber wie ist es mir ergangen in der Zeit, haben alle Sehnen gehalten und kann ich den ersten Marathon in Angriff nehmen?

 

So wie es aussieht, hält das Knie und die Achillessehne, die Form stimmt auch und der 4.5. kann kommen. Und ich muss schon sagen, die Anspannung, wenn ich an diesen Tag denke, ist schon groß. Schließlich hat sich bei mir die letzten Wochen alles um dieses Thema gedreht.

 

Nachdem ich nach der Verletzungs- und Krankheitspause ziemlich schnell wieder gut trainieren konnte, und auch die Form vom Dezember/Januar ziemlich bald wieder zu spüren war, war ich sehr motiviert. Es fühlte sich gut an. Zunächst habe ich versucht den Plan nach Greif durchzuziehen, allerdings mit einer Abwandlung: eine der 5 Laufeinheiten pro Woche habe ich durch Alternativtraining ersetzt: Schwimmen oder Radfahren. Und da das Wetter die letzten Wochen ja auch mitgespielt hat, konnte ich sogar schon die ersten Radkilometer sammeln (für die anstehenden Duathlons und Triathlons ja auch nicht schlecht).

 

Also trainierte ich fleißig nach Greif, bis zum 30er Lauf mit 9 km Endbeschleunigung auf Marathontempo. Ich merkte schon vorher, dass ich die Umfänge der Intervalle von Greif nicht alle schaffte und es mir auch zu viel wurde. Und an dem Sonntag, nach den ersten 20 km in 5:20 min/km stand dann die Beschleunigung auf Marathontempo an. Leider musste ich schon nach 2 km verlangsamen und nach 3 km pausieren. Völlig niedergeschlagen bin ich den Rest dann noch nach Hause gejoggt und wollte meine Ziele schon alle hinschmeißen. Aber dann habe ich doch noch mal in Steffnys Laufbibel geschaut und neue Motivation getankt. Wenn ich jetzt weiter nach Steffny trainiere, vielleicht wird das dann doch noch was…

Ich weiß, es ist gewagt, mitten in der Vorbereitung von einer Philosophie auf die andere umzuschwenken. Aber wenn ich selbst spüre, dass Greif zu heftig ist, warum nicht? Also habe ich danach so ein Steffny-Greif-Hybrid gemacht.

 

Zwischendurch standen dann auch einige Wettkämpfe an, um die Form zu testen. Die Übersicht, die ich das letzte Mal geschrieben hatte, stimmte nun leider vorne und hinten nicht mehr. Was habe ich stattdessen gemacht?

 

Zunächst bin ich die BSV-Meisterschaften im Halbmarathon am 30.03. gelaufen. Das habe ich allerdings nur als „Tempodauerlauf“ gesehen, um die Tempohärte zu bekommen und schon mal zu testen, wie sich die Beine bei dem Tempo anfühlen. Ich habe das einfach komplett umstrukturiert, weil ich ja nur die 7,5 Wochen Vorbereitung hatte und ich wollte bei dem Lauf sehen, wie es mir über die Halbmarathon-Distanz ergeht. Im Prinzip war es ok. Wenn ich mich nicht verlaufen hätte (war ein sehr kleiner Lauf), wäre es auch sub 1:30 Std. gewesen. Aber locker hatte sich das definitiv nicht angefühlt. Also Luft war da schon nach oben, aber am Schluss die 4:15 zu halten, war schon ein harter Kampf. Letztendlich wurden es 1:30:25 Stunden und in die BSV-Wertung kam ich nicht, weil ich beim DLV einen Startpass habe. Hier die Ergebnisse:

http://athleticon.bsvhh.de/public/ergebnisse/Leichtathletik/20140330-87%2022.%20BSV%20Meisterschaft%20im%20Halbmarathonlauf.pdf

 

Danach habe ich das Training voll durchgezogen, aber um mal einen Status Quo abzufragen, habe ich auch (gegen die Pläne) meine Lieblingseinheit auf der Tartanbahn eingestreut: 8x 1000m. Und die liefen verdammt gut, der letzte in 3:35 min. Das hat mir noch mal ordentlich Motivation gegeben, sodass ich dann sehr zuversichtlich zum nächsten Halbmarathon gegangen bin.

Hier stand 3 Wochen vor dem Hamburg Marathon der Wilhelmsburger Insellauf am 13.04. an. Leider konnte ich dort meine Ziele nicht ganz so umsetzen, wie ich mir es vorgestellt hatte, aber eine neue Bestzeit ist trotzdem noch herausgesprungen: 1:27:22 Stunden (23. Gesamt / 5. MHK). An Erklärungen mangelt es einem natürlich nie, aber vor allem der Wind, war wirklich ein heftiger Faktor. Ich weiß nicht, wie das geht, aber wir hatten gefühlt 70% der Strecke Gegenwind. Das hatte auch schon der Sprecher am Start gesagt: „Im ersten Teil habt ihr Gegenwind und auf dem Rückweg bekommt ihr den Wind in die Fresse.“ Genau so war es auch und da ich leider keine Gruppe in meinem Tempo gefunden habe, war es ein Kampf ich alleine gegen den Wind. Aber unter den Verhältnissen, denke ich, ist es eine ganz gute Zeit und hat mich doch noch weiter motiviert. Hier die Ergebnisse:

http://www.wilhelmsburger-insellauf.de/ergebnisse_2014.php

 

Dann, jetzt am Osterwochenende, stand mein erster und einziger (ich weiß, das ist zu wenig, hab ich ja auch gespürt) 35er Lauf an mit 10 km Endbeschleunigung auf 4:40 min/km. Ich habe mich sehr gefreut, dass Mike mit mir gelaufen ist und die ersten 20 km gingen auch locker weg. Dann die letzten 5 „lockeren“ Kilometer gingen schon schwerer und leider konnte ich dann die 10 km nicht durchhalten und musste verlangsamen und z.T. auch stehenbleiben. Ich habe die 35 km noch durchgezogen, aber schön ist was anderes. Also wenn sich so der Mann mit dem Hammer beim Marathon anfühlt, dann Gute Nacht😦 Und vor allem, dass ich die letzten 10 km in dem Tempo nicht halten konnte, bringt mich schon ins Nachdenken.

 

Und da ich letztes Jahr beim Osterlauf in Scheßlitz schon gestartet war, wollte ich auch dieses Jahr dabei sein und die 5 km noch einmal als letzten Formtest und „Tempolauf“ ansehen. Letztes Jahr sprang ein überraschender 7. Platz heraus und da ich mir das Starterfeld genauer angeschaut hatte, dachte ich, dass ein Podestplatz drin sein könnte. Außerdem wollte ich gerne unter 19 min laufen – letztes Jahr war ich eine 19:23 gelaufen. Leider klappte es nicht ganz 100% wie ich mir vorgestellt hatte. Ein Läufer sprintete los wie vom Teufel gejagt, ich hinterher und ein Blick auf die Uhr: Pace 2:45 min/km…Tempo rausnehmen. Ich lief dann so um die 3:40-3:45 min/km weiter und ließ den Ersten ziehen. Von hinten überholte mich ein kleiner Jungspund, aber an ihm blieb ich dann dran. Bei km 3 zog ich an ihm vorbei und versuchte nochmal zu verschärfen, aber abschütteln konnte ich ihn auch nicht. Und bei km 4 kam dann von hinten noch so ein Junger angelaufen. Die beiden sind dann die letzten 500m losgezogen und da merkte ich dann den Altersunterschied (beide 11-12 Jahr jünger wie ich). Irgendwie schon deprimierend, wenn man die Jugend so ziehen lassen muss. Aber insgesamt bin ich zufrieden mit meiner Zeit und mit dem 4. Gesamtplatz und der Endzeit von 19:08 min. Außerdem war es schön mal wieder in Bamberg bei einem Lauf zu starten und die bekannten Gesichter zu sehen. Nächstes Jahr klappt das dann auch mit dem Podium🙂 Hier die Ergebnisse (sobald sie veröffentlicht sind):

http://my1.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=24442&lang=de

 

 

Fazit:

Die Form stimmt, nur was das für den Marathon bedeutet weiß ich nicht, weil es ja mein erster ist. Aber ich habe bei den langen Läufen schon gemerkt, dass mir noch ein paar lange Läufe fehlen. Also die 35 km hätte ich definitiv noch ein paar Mal öfter laufen müssen, um den Mann mit dem Hammer nicht fürchten zu müssen.

Jetzt stellt ihr euch natürlich die Frage: Was will er denn jetzt eigentlich laufen? Naja, schwierige Frage beim ersten Marathon. Aber ich würde schon wirklich gerne unter 3:15 Stunden bleiben wollen. Ich hoffe, dass ich mit dem Tempo auch noch ein bisschen den Lauf genießen kann und dann einfach auf den Mann mit dem Hammer warte bis er zuschlägt.

Also drückt mir die Daumen und vielleicht hilft das Daumendrücken ja, den Mann mit dem Hammer zu verzögern oder gar nicht zuschlagen zu lassen…

 

13 Tage noch!

Keep on Running!

 

Euer

Jürgen

Nächster Versuch: Vielleicht der erste Marathon und dann gleich gegen Haile Gebrselassie :-)

Ihr habt es euch wahrscheinlich schon gedacht. Nachdem ihr nichts mehr von mir gehört habt nach dem München Marathon, konntet ihr davon ausgehen, dass ich ihn wohl nicht gelaufen bin. Ja, so war es leider auch. Ich bin noch den Kiel Halbmarathon als Vorbereitung gelaufen, aber während des Laufes traten schon solch starke Schmerzen auf, dass ich im Kopf schon mit dem Gedanken Marathon abgeschlossen hatte. So hatte ich genügend Zeit, das „Läuferknie“ auszukurieren.

 

Nach einer langen Pause fing ich dann im Oktober / November wieder richtig an zu trainieren und auch bald ging ich wieder zum Vereinstraining, was mir wieder richtig Spaß machte und ich auch sehr schnell merkte, dass die Form kommt. So konnte ich beim Silvesterlauf in Drochtersen fast schon meine 10 km-Bestzeit unterbieten (es fehlten nur 2 Sekunden – mein inzwischen vierter Lauf unter 40 min).

Mein erklärtes Ziel war es den Hamburg Marathon zu laufen. Und deshalb wollte ich langsam die Umfänge steigern und meine Form bis dahin aufbauen. Der Termin, der meine zukünftigen Monate also bestimmen sollte war der 4. Mai 2014. Bei diesem Marathon werden auch wieder die Hamburger Meisterschaften ausgetragen und auch dort würde ich gerne eine ordentliche Leistung abliefern, sodass vielleicht in der Mannschaftswertung eine gute Platzierung herausspringt.

 

Auch bei einem Crosslauf in Sülldorf konnte ich bei einem Doppelstart meine gute Form bestätigen:

Langstrecke (9,3 km) 37:31 min und 5. der MHK, Kurzstrecke (3,2 km) 12:14 min und 1. der MHK. So konnte es weiter gehen. Auch das darauf folgende Training am 29.01. bei -10°C Außentemperatur lief sehr gut. Es standen 3x 3000m an und ich lief diese in 12:30, 12:20, 12:10 min.

Die Zeichen standen also auf einige fallende Bestzeiten in diesem Jahr und auf eine gute Vorbereitung für den Marathon….

….bis zum nächsten Morgen. Auf einmal schmerzte die Achillessehne. Bis dato hatte ich glücklicherweise noch nie Probleme mit der Achillessehne gehabt. Aber an Laufen war zunächst nicht zu denken. Also wieder zur Physiotherapie, ab aufs Spinning-Rad und ins Wasser zum Aquajoggen.

 

Die Therapie schlug zum Glück an, sodass ich letzten Sonntag das erste Mal wieder 3,5 km schmerzfrei laufen konnte. Also dachte ich, so jetzt geht’s los. Es sind ja schließlich nur noch 8 Wochen…mal sehen, was ich in der kurzen Zeit noch an Form aufbauen kann. Naja, und nun schlage ich mich seit Dienstag mit einer Erkältung herum. Die versuche ich jetzt übers Wochenende loszuwerden mit vielen Vitaminen und viel schonen und hoffe, dass ich ab nächster Woche wieder voll ins Training einsteigen kann.

Also von optimaler Vorbereitung bin ich weit entfernt und ich bin nicht so naiv zu glaube, dass ich innerhalb von 7 Wochen eine anständige Marathon-Form aufbauen kann. Aber ich werde nicht aufgeben und mein möglichstes versuchen. Ich möchte nun einfach meinen ersten Marathon laufen und das in meiner Heimatstadt. Die Zeit rückt dabei immer mehr in den Hintergrund. Bestzeit wird es sowieso J

Außerdem motiviert die Aussicht, meinen ersten Marathon mit der Ikone Haile Gebrselassie zu laufen. Auch wenn dieser direkte Vergleich natürlich bitter wird. Zudem hat sich der Blog-Inhaber höchstpersönlich angemeldet, also auch Steve wird den Hamburg Marathon laufen und ich werde Unterstützung aus Ulm an der Strecke bekommen. Wenn mich das nicht motiviert für die nächsten Wochen, dann weiß ich auch nicht😉

 

Folgende Vorbereitungswettkämpfe habe ich nun geplant (wenn alles nach Plan läuft), dann könnt ihr meine Form auch mitverfolgen:

6.4. Hamburger Halbmarathon durch das alte Land (vielleicht laufe ich dort auch nur den 10er und dann am darauf folgenden Wochenende den Halbmarathon)

(13.4. Travelauf Halbmarathon Bad Oldesloe)

21.4. Osterlauf Scheßlitz über 5 km

 

Also drückt mir die Daumen und

Keep on Running

Euer Jürgen

Auf zum ersten Marathon

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Jaja, die Arbeitswelt ist eben doch härter, als ich gedacht hatte. Trotz allem war ich nicht ganz faul im letzten Jahr. Und so kam es während der letzten Wettkämpfe, dass die Idee, einen Marathon zu laufen, immer wieder aufkam und ich schließlich beschlossen habe, in München am 13. Oktober meinen ersten Marathon zu laufen.

Aber zunächst zu dem, was ich in den letzten Monaten so getrieben habe. Neben der Arbeit habe ich fleißig trainiert und da ich eine starke Trainingsgruppe beim Hamburger Laufladen gefunden hatte, war das Training auch sehr effizient. Anfang des Jahres hatte ich mir einen Wettkampfkalender erstellt, den ich zwar aufgrund des langen Winters nicht ganz so durchziehen konnte. Aber im Groben stand da schon fest, dass meine zwei Highlights dieses Jahr der Weltkulturerbelauf in Bamberg und der große Triathlon in Hamburg sein werden. Da ich aber zwischendurch von einigen anderen Läufen erfahren habe und dadurch, dass auch der Betriebssportverband hier in Hamburg einiges an Laufwettkämpfen anbietet, wurden es dann über die Saison doch einige mehr. Aber seht selbst:

Tabelle am Ende des Artikels…

Insgesamt also ein ganz erfolgreiches Jahr. Und nach der 5km-Bestzeit auf der Bahn spürte ich, dass da noch mehr drin ist und dass ich vor allem meine 10km-Bestzeit angreifen kann. Zudem wurde ich immer häufiger auf einen Herbstmarathon angesprochen. Vom Hamburger Laufladen war auch klar, dass einige Läufer die Reise nach München zu den Deutschen Meisterschaften antreten werden. Darunter auch einige, die ungefähr die gleiche Leistungsstärke haben wie ich, sodass man auch gut mal zusammen trainieren könnte. Und da man dann auch zusammen die Tage in München samt Rahmenprogramm verbringen kann, hatte ich mich einerseits dazu überreden lassen, andererseits für mich selbst beschlossen, dass ich in München laufen werde. Zum einen wegen dem sozialen Aspekt, da ich natürlich auch wertvolle Tipps von den erfahrenen Läufern bekommen kann und zum anderen, weil ich schon gerne meinen ersten Marathon in meiner bayerischen Heimat laufen würde. Um dem Ganzen noch einen offiziellen Rahmen zu geben, habe ich mich auch gleich im Verein Hamburger Laufladen e.V. angemeldet (vorher bin ich „nur“ in der Betriebssportgemeinschaft gelaufen) und auch gleich einen Startpass beantragt, um dann offiziell auch bei den Deutschen Meisterschaften in die Wertung zu kommen. Nicht, dass ich mir hier irgendetwas ausrechne, nur für die Mannschaftswertung könnte es eventuell interessant werden, da der Verein dieses Jahr ein mittelschweres „Männerproblem“ aufgrund von Verletzungen hat.

Ja und da es jetzt nur noch sechs Wochen sind, hat natürlich auch schon das Training begonnen. Im Moment trainiere ich nach Peter Greif. Gut er ist wirklich knallhart, aber das Leben ist ja kein Ponyhof und ich muss ja auch zugeben, dass ich nicht alle Einheiten von ihm gemacht oder alle Intervalle bis zur letzten Wiederholung durchgezogen habe. Ich habe während des Sommers auch schon langsam meine täglichen Umfänge erhöht und mich auch regelmäßiger an die etwas längeren Läufe gewagt. Allerdings habe ich anscheinend die ersten beiden 30km-Trainingsrunden nicht richtig vertragen und deswegen schlage ich mich gerade mit Knieproblemen (das „Läuferknie“) herum, inkl. Physiotherapie und heute werde ich das erste Mal Aqua joggen gehen. Das soll ja ungefähr genauso effektiv sein, nur eben weniger belastend für Gelenke, Sehnen und Knochen. Ich bin gespannt! Auf jeden Fall hoffe ich, dass die Beschwerden in den nächsten Wochen vergehen und dass ich dann meinen restlichen Plan noch durchziehen kann. So lange werde ich mit Radfahren und Aqua joggen versuchen die Form zu halten bzw. ein bisschen aufzubauen.

Das Projekt hat angefangen und ich hoffe, ich kann es dann auch mit einem Finish im Olympiastadion abschließen! Nächstes Wochenende steht auf jeden Fall ein Test-Halbmarathon in Kiel an, mal sehen, was mein Knie dann dazu sagen wird.

Viele Grüße und Keep on Running

Euer Jürgen

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Datum Name Ort Distanz Zeit Platzierung Kommentar
Winter Crossläufe Hamburg Mehrere Crossläufe über den Herbst und Winter verteilt
17.03. Neandertallauf Düsseldorf 1/3-Marathon 1:00:01 h 21. Gesamt / 5. M20 Hügeliger Kurs quer durchs Neandertal, schöner Lauf, Danke Daniel!
01.04. Osterlauf Scheßlitz 5 19:23 min 7. Spontan am Ostermontag mitgelaufen
10.04. Bahneröffnungssportfest Hamburg 10 40:49 min 7. Nie mehr mache ich 10.000m auf der Bahn J
20.04. Das Zehntel Hamburg 1/10-Marathon 15:52 min 5. Gesamt / 4. Männer Sehr cooler, kurzer Laufevent einen Tag vor dem Hamburg Marathon
05.05. Weltkulturerbelauf Bamberg 10,9 45:03 min 49. Gesamt / 17. M20 Wieder einmal ein Riesenspektakel in ganz Bamberg. Und nun habe ich meinen Frieden mit den 10,9km geschlossen. Sehr schön!
25.05. Störlauf Itzehoe 10 40:05 min 10. Gesamt / 4. M20 Mit dem Betrieb dort an den Start. Ärgerliche 6 Sekunden fehlten!
26.05. Sprint-Duathlon City Nord Hamburg 3,3/20/3,3 1:02:08 h 7. Erster Duathlon! Das werde ich wieder tun! Geil!
09.06. SCI Triathlon Itzehoe 0,5/20/5 1:11:36 h 25. Gesamt / 2. MAK25 89. Schwimmsplit, 20. Radsplit, 11. Laufsplit (Testwettkampf für Hamburg, meine erste Sprintdistanz)
16.06. Barsbütteler Volkslauf Hamburg 10 39:32 min 12. Gesamt / 3. M20 PB!
23.06. hella Halbmarathon Hamburg 21,1 1:27:58 h 127. Gesamt / 41. M20 / 3. Mannschaft PB! (bisschen ärgerlich, weil hätte ich einen Startpass gehabt, wäre ich jetzt Hamburger Meister mit der Mannschaft)
03.07. BSV-Abendsportfest Hamburg 5 18:47 min 4. M20/M30 PB! auf der Bahn
20.07. ITU World Triathlon Hamburg 1,5/40/10 2:35:14 h 208. Gesamt Ein Wahnsinns-Event, war stark da dabei zu sein. Vor allem der Zieleinlauf vorm Rathaus: Gänsehaut!
04.08. Kapellenlauf Vorra 21,1 1:30:28 h 17. Gesamt / 1. M20 / 2. Mannschaft Sehr hügeliger HM, war auch sehr heiß. Zusammen mit vielen Freakys.
14.08. MOPO-Staffel Stadtpark Hamburg 5 18:37 min 7. Staffel Spaßveranstaltung in einer Fünferstaffel. Keine offizielle Streckenmessung und nur selbst gestoppt, deshalb keine PB!
25.08. Vattenfall Cyclassics Hamburg 102,7 3:08:11 h 5490. Gesamt Die 100 km mit meinem Arbeitgeber

… und er fliegt doch !

Mein Beitrag von heute Nachmittag war wohl etwas voreilig. Soeben hab ich einen Anruf bekommen, dass die Landebahn am JFK doch für den A380 freigegeben wurde. Das heißt, dass das Flugzeug morgen doch fliegen kann. Ich habe mich dafür entschieden die Reise anzutreten und fahre heute Nacht um 3 Uhr mit dem Auto nach Frankfurt! Ich hoffe dass alles gut geht🙂

 

Der Marathon wird wie geplant gestartet, wird aber wohl auf einer kleinwenig veränderten Strecke gelaufen. Die alte Strecke auf der wohl auch große Teile gelaufen werden seht ihr hier: Karte . Ausserdem wird Eurosport den Marathon ab 15 Uhr deutscher Zeit übertragen, wer also nix zu tun hat, kann da mal reinschauen🙂 Das Basketballspiel (Nets vs Knicks) für welches ich Karten hatte, ist mittlerweile auch verlegt worden, da die Halle wohl etwas beschädigt ist. Vielleicht kann ich ja noch Karten für den MSG ergattern🙂

Am Schluss möchte ich mich noch für die tolle Reaktion bedanken, bin euch sehr dankbar für die Aufmunterungen!

 

Projekt ‚New York Marathon 2012‘ ist gescheitert!

Nun ist es also sicher, ich werde NICHT zum New York City Marathon 2012 fliegen. Mein Flug mit der Singapore Airline ist anscheinend der einzige aus Deutschland der morgen nicht nach New York fliegen wird, da diese in New York nicht landen können/dürfen. Andere Flüge sind entweder viel zu teuer oder ich wäre am Ende dann nur 2 Tage in New York, was mir dann doch zu wenig ist…

Wie mein weiterer Plan jetzt aussieht weiß ich noch nicht. Ein komplettes Jahr training soll ja nicht umsonst gewesen sein😉 Marathonläufe in Deutschland finden leider nicht mehr stat, aber es wären noch Läufe in Istanbul, Palermo oder Livorno. Mal schaun ob ich dann dort laufen werde. Ansonsten kann ich immernoch in Hamburg im April laufen.

Vielen Dank für die Aufmunterung bis hierher und ich werde euch auf dem Laufenden halten.